Codewort: Praxis!? || Wie Tablets in der Schule bei Schülern und Lehrern ankommen

Neben Hardware, Software und der persönlichen Einstellung, wie man mit solchen Geräten arbeitet, gibt es auch andere einflussreiche Faktoren: Die Lehrer. Wenn ein Lehrer die Nutzung eines solchen Gerätes nicht duldet, dann (würde meine Oma sagen) „ist der Käs‘ geschmatzt!“. Ich sehe im „Alles doppelt abschreiben oder jede Hausaufgabe nochmal ausdrucken“ keinen Sinn in der nützlichen Bedienung des Gerätes. Deshalb versuche ich zu schildern, wie sowohl Lehrer, als auch Schüler auf digitale Mitschriften reagieren…

Die Schüler – von offensiv bis kooperativ, alles ist dabei!
Bei Kommentaren wie „Domi, heute mal wieder ganz professionell“ mit einem deutlichen sarkastischen Unterton kann ich nur immer wieder mit dem Kopf schütteln, denn der absolute Großteil derer, die solche Bemerkungen äußern, haben wesentlich wertvollere Gegenstände (z.B. iPhones, o.Ä.) mit sich und wissen diese offenbar nicht (mehr?) zu schätzen. Dazu muss ich allerdings noch sagen, dass einige Kommentare (das meine ich jetzt nicht negativ) von Leuten kommen, die ich gut kenne; allgemein und erstaunlicherweise hält sich die Rate jedoch sehr in Grenzen. Einige lachen offen darüber ohne weitere Äußerungen, andere schauen freiwillig (und gerne?) zu, was ich in gewisser Hinsicht somit als „interessant“ und „abwechslungsreich“ deuten kann, widerum andere wollten am liebsten für mich im Unterricht mitschreiben.

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Erstaunlicherweise ist selbst Mathe, dazu zählt auch Zeichnen, etc. nicht problematisch aufzuzeichnen! Überschriften und Lösungen können mit dem Textmarker leicht hervorgehoben werden!

„Hast du da wirklich ein iPad dabei?“
Die obligatorische Frage höre ich nun nicht zum ersten (und wahrscheinlich nicht zum letzten) Mal: „Hast du immer dein iPad dabei?“ oder „Hast du jetzt ernsthaft dein iPad mit in der Schule?“. Daraufhin erkläre ich zuerst ganz deutlich, dass es sich nicht um ein iPad handelt und dass ich es in der Regel immer bei mir trage. Nach einem etwas komischen Gesichtsausdruck ist an dieser Stelle jedoch meistens das Gespräch beendet. Es gibt ebenfalls Schüler, die die Sache durchaus nützlich finden und teilweise sogar ihre eigenen Geräte mitbringen. Zuhause haben sehr viele ein iPad liegen, benutzen es aber nicht schulisch, da diese Form des Unterrichtes nicht gängig ist!

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„Ich bin mir in der Sache nicht ganz so sicher“
Dieser Satz fiel ebenfalls von einer Lehrerin, die sich zum einen bewusst war, dass ich das Gerät sehr wahrscheinlich nützlich verwenden könnte, sie es anderen aber gleichzeitig auch erlauben müsste und nicht weiß, ob diese dann mit ihrem Handy, etc. chatten oder sinnvolle Notizen für den Unterricht machen würden. Ein anderer Lehrer: „Leider nein, da ich erfahrungsgemäß weiß, wie schnell man mal zwischendurch Emails checkt oder sonstwas anderes macht.“ Diese Ängste gibt es bei den meisten Lehrern (zum Glück) nicht; sie haben vollstes Vetrauen und in der Regel auch großes Interesse an der Nutzung des Gerätes und dem Experiment, einige nutzen selbst mehr oder weniger intensiv solche Geräte. Eine Lehrerin meinte lachhaft: „Das würde ich ja gerne, aber wir haben doch das Unsichtbarkeitsgebot“, doch nach kurzer Zeiz ließ sie sich umstimmen und ich konnte weitermachen.

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Wieder einmal Informatik, das aussieht, als wäre es kompliziert; ist es aber nicht! Auch Formen und Linien glättet mir das Programm schön ordentlich!

Es sind nun einige weitere Stunden her, in denen das Tablet erfolgreich genutzt werden konnte und bisher muss ich sagen, dass ich- naja positiv überrascht wäre für mich zu viel, aber zumindest – positive Erfahrungen gemacht habe und diese weiterführen möchte. Es ist wahrlich etwas ungewohnt, da man nun in der Oberstufe schon seit gut 11 Jahren mit Papier arbeitet und die radikale Änderung des Schreibmittels für viele als „nicht ersetzbar“ gilt. Einen Satz als Fazit: Es macht Spaß und ist sinnvoll, ich freue mich auf die nächste Schulwoche!

Weitere Berichte kommen leider erst nächste Woche,
Über Kommentare, Empfehlungen, etc… würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße
dMUEL – Dominik

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