3+1 gibt 4, doch was gibt’s bei euch? Nix! || Appell an die Lehrer und deren Tableteinsatz

Liebe Lehrerinnen und Lehrer aus den Weiten des Internets,
fühlen Sie Sich bitte nicht „auf den Schlips getreten“. Ich meine es nicht böse.

Wie auch wir Schüler, benutzen ebenso Lehrer die Möglichkeit des Einsatzes von Tablets. An meiner Schule wächst die Zahl der tabletnutzenden Lehrkräfte beinahe monatlich. Nicht nur neue Lehrer sehe ich in den Pausen die Kinder jagen, die mal wieder nicht auf den Hof gehen wollen und sowieso alle im Besitz des „Mappenwachenprivileges“ sind, sondern auch die Geräte, die sie bei sich tragen. Diverse sehe ich auch im Unterricht vorne auf dem Pult des Lehrers liegen, in der Regel sind es iPads. Manchen Wechsel habe ich auch schon erlebt und ihre Geräte regelrecht „gemustert“, so erinnere ich mich an einen Lehrer, der vom Android-basierenden Tablet letztendlich doch auf iPad umgestiegen ist. Erst vor kurzem wechselte mein Deutsch- und Relilehrer von einem iPad auf ein kleineres Apple-Produkt; ich vermute mal ein iPad Mini oder Air.

Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich frage:
Wenn denn so viele Lehrer mit Tablets, sogar mit iPads, arbeiten, warum arbeiten sie dann eben doch nicht damit?

Notendokumentation
Die meisten Lehrer nutzen ihre Geräte tatsächlich nur, um die Noten digital und einfach zu verwalten. Das kann ich sicherlich nachvollziehen, doch bis auf eine Ausnahme hat noch nie ein Lehrer irgendetwas mit den Tablets im Unterricht gearbeitet. Es ist ja logisch, dass das mit den Tablets aus Schülerperspektive langfristig nichts wird, denn wie könnte man etwas von Schülern erwarten, was die Lehrer bei weitem selbst nicht wirklich praktizieren?
Ich rede hier nicht davon, dass Lehrer das selbe Tabletverhalten, wie Schüler haben (sollten), sondern vielmehr davon, dass Lehrer ein gewisses Vorbild auch in diesen digitalen Dingen verkörpern sollten. Andererseits übersteigt das Wissen und das Verständnis der Schüler in Sachen Technik dem der Lehrer meist um Längen. Wir wachsen damit auf, beschäftigen uns damit und haben „ein Händchen“ dafür. Viele Lehrer sind schon mit den kleinsten Dingen überfordert, etwa einen Film zu starten oder Youtube zu nutzen.

Die meisten Lehrer nutzen ihre Geräte tatsächlich nur, um während des Unterrichts mal das eine oder andere Wort zu googlen. Einige wenige bereiten den Unterricht wohl auch damit vor. Eine Präsentation habe ich hin und wieder auch mal über ein iPad gesehen.

Lasst uns interaktiv mit-arbeiten! Zeigt uns Mittel und Wege!
Besonders hervorheben kann ich da ein Religonsprojekt aus dem letzten Jahr. „Abwechslungsreich“ wäre da noch untertrieben. Vor allem betrifft das die Zeit nach dem schriftlichen Abitur in wenigen Wochen, für uns wäre das die letzte Gelegenheit.

Liebe Lehrer, es macht uns sichtlich Spaß, diese sonst verbotenen Geräte auch in der Schule zu nutzen. Nicht alle Schüler, nur die wenigsten, sind eigeninitiativ, wenn es sich um digitales Arbeiten handelt. Versucht doch, diese Idee aufzugreifen und sie zu Ende zu denken und durchzuführen. Schüler motivieren, begeistern, anregen,… Ich weiß auch, dass es Lehrer gibt, die medial ganz weit vorne mitspielen und weiß das gleichzeitig sehr zu schätzen. Hoffentlich werden das eher mehr, als weniger.

Liebe Grüße und eine schöne Woche
dMUEL – Dominik

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9 Gedanken zu “3+1 gibt 4, doch was gibt’s bei euch? Nix! || Appell an die Lehrer und deren Tableteinsatz

  1. Lieber Dominik,
    ich bin deinem Appell weit voraus. Ich benutze mein Tablet für alles AUSSER Notendokumentation. Oft macht für uns Lehrer ein Tablet im Unterricht erst dann Sinn, wenn entsprechende technische Voraussetzungen vorhanden sind. Zum Beispiel arbeiten die Dinger ganz hervorragend mit Whiteboards und Beamer zusammen, aber wenn so was nicht im Klassenzimmer vorhanden ist, musst du für jede Stunde mit einem Beamer anrücken. Und sowas zu JEDER Stunde, 25 mal die Woche. Da bricht die Schulter ab. Bei uns in der Oberstufe verwende ich das gute Ding permanent für Textarbeit, Videos, Gruppenarbeiten… aber da haben wir auch ein Whiteboard installiert.

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    1. Danke für die Antwort! Ausgestattet sind wir ganz gut, so hängt in fast jedem Raum ein Beamer, andernfalls sind Medienboxen vorrätig. Daran liegt es zumindest bei meinen Lehrern nicht. Vielleicht haben bisher einfach nur wenige Lehrer damit angefangen?

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      1. Ein bisschen Unsicherheit ist da bestimmt auch noch im Spiel. In der Schule sind Tablets ebenso wie auch bei dir absolutes Neuland. Da lugt man gerne nur ein bisschen über den Tellerrand um zu sehen, was die Kollegen so damit machen. Aber das macht auf lange Sicht definitiv Schule…

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  2. Ich stimmte an dieser Stelle Herrn Mess zu: Es mangelt nicht (bei allen Lehrern) an der Medienkompetenz oder dem Mut dazu, sondern an der medialen Ausstattung. Wir haben an unserer Schule nicht einmal einen Beamer. Das höchste aller Gefühle ist ein Röhrenfernseher mit DVD-(!)-Player.Mein Traum wäre ein interaktives Whiteboard, vor allem in der Grundschule könnte man damit nette Sachen machen. Der entrüstete Blick meiner Chefin, als ich dahingehend mal vorsichtig angefragt habe: unbezahlbar 😉

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      1. Traumhaft *-*!
        Bei uns gibt es zwar Whiteboards in den Fachräumen (Bio, Chemie, Physik u. in der Bibliothek), aber genutzt werden die Dinger nur als Beamer.

        P.S. Im Filmraum steht bei uns auch ein Röhrenfernseher mit VHS- und DVD-Player. Der installierte Beamer wird nicht (oder nur selten) genutzt :-/

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