„Bei den #edudays – so nebenbei, war ich diesmal auch dabei“ || Die EDU|days 2014

Im April diesen Jahres war es wieder soweit! Die EDU|Days 2014 fanden am Campus in Krems statt und ich durfte als einer von vielen Referentinnen und Referenten mein Experiment Digital vorstellen. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an Herrn Gerhard Brandhofer für die Einladung nach Österreich, die „Betreuung“ und die Klärung sämtlicher offenen Fragen.

Eines war mir natürlich von Anfang an bewusst: Den Altersdurchschnitt werde ich durch meine Teilnahme höchstwahrscheinlich etwas senken können. Ich war vermutlich nicht nur der jüngste Referent, sondern wohl auch der unerfahrenste. Nie zuvor in meinem Leben habe ich eine solche Veranstaltung besucht, geschweige denn eine Präsentaton dafür vorbereitet und einen Vortrag gehalten.

Kaum sitze ich wieder im Zug in Richtung Frankfurt, beginne ich verstärkt über die letzten Tage in Krems an der Donau nachzudenken. Mein Bericht dazu folgend.

2014-04-24 07.51.03

Der Anfang
Die Anreise lief problemlos, nach rund 8 Stunden Bahnfahrt samt Umstieg ist man allerdings doch relativ ausgelaugt. Der Empfang im Hotel war nicht nur sehr professionell, sondern auch überaus freundlich. Das Hotelzimmer war nicht nur vielversprechend, sondern der absolute Hammer! Der erste Eindruck war geschaffen, er war ziemlich gut und meine Erwartungen an den nächsten Tag waren dementsprechend optimistisch.

Dass ich hier nicht der einzige Geek war, sondern von vielen weiteren umgeben war, merkte ich bereits beim Frühstück. Gegenüber saß eine Dame mittleren Alters, die während des Essens mit ihrem Tablet spielte. Es folgten natürlich weitere Beispiele, die diese Vermutung dann schlussendlich bestätigten.

Ein ausgewogenes und gutes Frühstück sind wichtig, um ideal in den Tag zu starten. Das Hotel Arte hat da ganze Arbeit geleistet. Allgemein bin ich sehr zufrieden gewesen!
Ein ausgewogenes und gutes Frühstück sind wichtig, um ideal in den Tag zu starten. Das Hotel Arte hat da ganze Arbeit geleistet. Allgemein bin ich sehr zufrieden gewesen!

Die Veranstaltung
Nach einem spielerischen Warmup, auf den sich gewiss nicht alle einlassen wollten, ging die Veranstaltung auch schon los. Neben der Begrüßung und der Moderation durch eine bekannte Radiomoderatorin, wurden anfangs 2 Vorträge gehalten. Diese kann man sich auch nochmal ansehen. (Link: Übersicht)

Selbst angeschaut habe ich z.B. den Vortrag über das RaspberryPi, der sehr ergiebig und informativ war. Die Vorträge verteilten sich über den ganzen Tag, immer 2x hintereinander, um den Besuchern eine größtmögliche Ausbeute ihrer Wunschvorträge gewährleisten zu können. Einige dieser Vorträge wurden für das „BildungsTV“ aufgezeichnet, auch meinen Vortrag wird es in den nächste Tagen geben; eine Verlinkung werde ich natürlich direkt nach Veröffentlichung veranlassen!

Das Experiment Digital
Mir wurde gesagt, es handle sich bei den Teilnehmern der EDU|Days überwiegend um Lehrerinnen und Lehrer aus Österreich. Demnach habe ich meine Präsentation auch ausgerichtet: eben dass dort viele Lehrer sitzen werden, die mein Experiment noch nie – nicht mal Ansatzweise – kennengelernt haben. Mit dieser Vermutung lag ich goldrichtig.

Übersicht. Gliederung in 3 Teile, um den Vortrag a) zu strukturieren und b) das ganze Experiment auf seine Einzelteile zu beschränken und somit zu erklären.
Übersicht. Gliederung in 3 Teile, um den Vortrag a) zu strukturieren und b) das ganze Experiment auf seine Einzelteile zu beschränken und somit zu erklären.

Meine Gliederung
1.) Das Gerät, die Hardware und alles, was dazu gehört
2.) Die Apps, die Software, „Praktischer Teil“
3.) Feedback, Reaktionen, etc..

Die Präsentation können Sie hier kostenlos downloaden: ExperimentDigitalPräsentation.

Zu 1)
Ein entscheidender Faktor des Experimentes war und ist und bleibt das Gerät! Die harmonische Verbindung des Stiftes mit dem Schreibprogramm ist das Quäntchen Magie, das das Samsung Note zu dem besonderen Tablet macht, das es nunmal ist. Auch der AllShare Cast Dongle sollte kurz vorgestellt werden, denn immerhin ist auch diese Funktion ein Gadget des Note. Der entscheidende Punkt ist der S Pen, dessen Aktivierung (Annäherung an den Bildschirm) das TouchDisplay für die Fingereingabe deaktiviert. Dies ermöglicht ein einwandfreies Handabsetzen ohne Schmierereien.

Mein Safe war gierig und wollte die eingesperrten Wertgegenstände (u.a. mein Tablet) nicht mehr abgeben. Kurzum: er musste aufgebrochen werden... :D (Es lag an der Technik im Safe, nicht an meiner Blödheit!) Der Hausmeister meinte, dass es das allererste Mal ist, dass sowas passiert, und wem muss sowas gleich geschehen? Natürlich :D
Mein Safe war gierig und wollte die eingesperrten Wertgegenstände (u.a. mein Tablet) nicht mehr abgeben. Kurzum: er musste aufgebrochen werden… 😀 (Es lag an der Technik im Safe, nicht an meiner Blödheit!) Der Hausmeister meinte, dass es das allererste Mal war, dass sowas passierte und wem muss sowas immer gleich geschehen? Natürlich 😀

Zu 2)
Nicht nur das Gerät an sich spielt eine wichtige Rolle, sondern natürlich auch das installierte „App-Arsenal“. Die wichtigsten Apps, wie S Note, Camscanner, der Taschenrechner und mehr wurden live vorgeführt, weitere später genannt. (Lesen Sie passend dazu: Android Apps für den Unterricht) Der Vorführeffekt siegte natürlich wieder – wie könnte das auch anders kommen – und S Note stürzte prompt ab. Die möglichen Funktionen dieser Apps stellte ich vor, die offenen Fragen dazu wurden hoffentlich alle beseitigt. Das Thema Multiwindow ist neben den inhaltlichen Apps eine strukturelle Sache, die die Arbeit erleichtert und übersichtlicher macht.

Zu 3)
Das Blog habe ich kurz vorgestellt, ohne die Internettätigkeiten wäre ich niemals nach Österreich zu den EDU|Days 2014 gefahren. Die Reaktionen meiner Lehrer war – denke ich mir zumindest – für die anwesenden Lehrer relativ spannend zu erfahren. In meinem Fall sahen die Lehrer das glücklicherweise sehr entspannt, äußern hier und da sogar Interesse an dem Projekt. Auch Schüler schauen immer wieder interessiert und angeregt darauf.

Folgende Frage kam so (oder so ähnlich) auf:
Warum nutzen nicht mehr Schüler eigeninitiativ Tablets im Unterricht?

Nun, ich denke, dass es an mehreren Gründen liegt. Diese Eigeninitiative ist das allererste Problem. Damit will ich nicht sagen, dass alle Schüler faul sind; darum geht es hierbei gar nicht. Die Anschaffung des richtigen (!) Gerätes liegt in der Hand der Schüler! Das Risiko, nicht wenig Geld auszugeben, um ein Experiment zu wagen – ohne zu wissen, wie es ausgehen wird, gehen die meisten nicht ein. Dann habe ich ein Tablet da liegen und nutze es nicht. Wir sind die Generation „Technik“ – „Digital Natives“, wie es bei einem Vortrag so schön hieß. Wie man damit umgeht, das lernen die meisten selbstständig. Einige benötigen Unterstützung, aber bei weitem nicht alle. Es müssen alle Faktoren gegeben sein, um eine Tabletnutzung zu ermöglichen. Würden Schüler dies unverbindlich ausprobieren können, würde es heute schon „mehr wie mich“ geben. Der Vorteil dieser BYOD (Bring your own Device) Variante ist tatsächlich, dass sich der Nutzer, in diesem Fall der Schüler, mit seinem Gerät auskennt und es funktioniert.

RaspberryPI: Minecraft läuft offensichtlich auch darauf. Somit bekommt dieses Gerät ein "Bestanden"-Gütesiegel...
RaspberryPI: Minecraft läuft offensichtlich auch darauf. Somit bekommt dieses Gerät ein „Bestanden“-Gütesiegel…

Dann gibt es natürlich auch noch diese „konservativen“ Schüler, die das Experiment so oder so nicht wagen würden. Diese Schüler werden es auch nie können, weil sie es nicht wollen. Dasselbe Beispiel: Physik verstehe ich z.B.  auch meistens nicht, warum? Genau! 😛 Auch die Förderung der Lehrer lässt zu wünschen übrig, viele benutzen besitzen trotzdem ein iPad. (Lesen Sie passend dazu: Der Appell an die Lehrer und deren Tableteinsatz)

Mein Resultat
Der Vortrag kam – basierend auf den ersten Rückmeldungen – bei allen, ob Lehrer oder nicht, gut an. Das Besondere dabei: es war anders, als die anderen Vorträge, passte beinahe schon gar nicht mehr ins Programm, denn den Perspektivenwechsel trifft man traurigerweise doch relativ selten an. Die Tage, besonders die Gespräche und der Austausch nach der Präsentation, waren sehr interessant, es hat sich mehr als gelohnt, dieses Jahr nach Österreich zu fahren. Und: heute ist nicht alle Tage, vielleicht komme ja wieder? Das ist ’ne Frage. Jeden, der nun von Interesse gepackt ist, lade ich herzlich ein, den kompletten Vortrag anzusehen. (Link: Video oder weiter unten)

Ein Lobtweet, den ich kurz nach der Präsentation bekommen habe. Danke dafür!
Ein Lobtweet, den ich kurz nach der Präsentation bekommen habe. Danke dafür!

Weitere Vorhaben – wie gehts weiter?
Ein Teilnehmer aus Stuttgart hat mich bereits angesprochen mit den Worten „da muss ich erst nach Östereich fahren, um den Frankfurter zu finden“ angesprochen. Inwiefern da in Zukunft weitere Kooperationen stattfinden können, steht noch in den Sternen geschrieben, aber warten wir es erstmal ab 🙂
Mir wurde vorgeschlagen, ein kurzes Tutorial zum Programm S Note und weiteren auf Youtube hochzuladen. Ich werde mal die „Konkurrenz checken“ und bin nicht abgeneigt, wenn sowas tatsächlich von Nöten ist. Weiterhin werde ich natürlich auch klassischerweise bloggen, darauf muss in nächster Zeit niemand verzichten.

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Hause,
die letzten Prüfungen meiner „Matura“ warten schon auf mich.
Sie rufen förmlich, leider.

Liebe Grüße
dMUEL – Dominik

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Ein Gedanke zu “„Bei den #edudays – so nebenbei, war ich diesmal auch dabei“ || Die EDU|days 2014

  1. Hallo Dominik!
    Konnte leider gestern nicht dabei sein, darum warte ich auf den Mitschnitt von BildungsTV schon gespannt. Hab heute in Krems mit ein paar Kollegen gesprochen und die waren auch begeistert von deinem Vortrag.
    Bin schon gespannt, wie sich das bei dir weiter entwickelt, vielleicht hast du ja mal Lust einen Gedankenaustausch zu machen ,da ich ja seit Jahren als Lehrer mit Tablet und Stylus „bewaffnet“ in den Unterricht gehe.
    Alles Gute bei der „Matura“ 😉

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